04.09.2006
Bündnis 90 / Die Grünen fordern sofortige Bekanntgabe der Orte geheimer Aussaat von genmanipuliertem Mais
Wie jetzt bekannt wurde, hat das Bundessortenamt seit 1998 im Rahmen der Bundessortenprüfung jährlich an mindestens 18 Orten der Bundesrepublik genmanipulierten Mais ausgebracht. Da die Orte nicht nur nicht veröffentlicht, sondern sogar bewusst geheim gehalten wurden, kann nun kein Verbraucher mehr sicher davon ausgehen, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die nicht genmanipuliert sind.
Die Kandidaten der Bündnisgrünen für den Schweriner Landtag fordern in einer gemeinsamen Erklärung Aufklärung über diese Vorgänge. "Das Vertrauen in die Deklaration genmanipulationsfreier Nahrungsmittel gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, wenn man sich bemüht, sich vernünftig zu ernähren. Dieses Vertrauen hat jetzt einen herben Schlag erlitten", so der Greifswalder bündnisgrüne Kandidat, Dr. Ulrich Rose. "Die wirtschaftlichen Schäden durch diese Geheimniskrämerei für den �ko-Landbau und -Vertrieb in unserem Bundesland sind noch nicht absehbar, möglicherweise aber nicht unerheblich", stellt Christa Labouvie, Listenkandidatin und Kandidatin für Ostvorpommern II, fest.
"Die Geheimhaltung macht deutlich, für wie gefährlich selbst die Lobby der Genmanipulierer Aussaat, Verwertung und Verzehr ihrer Produkte halten", so Michael Woitacha, Kandidat für Ostvorpommern I. In der gemeinsamen Erklärung fordern die Kandidaten sofortige Offenlegung aller Standorte der Aussaat und sofortigen Stop weiterer Aktivitäten in dieser Richtung.





