19.01.2004

Bündnis 90/Die Grünen lehnen Stellenkürzungen an den Universitäten ab

Politik der Landesregierung gefährdet Zukunft des Landes und bedeutet einen Affront gegenüber allen Beteiligten.

 

Der Kreisverband Greifswald-Peeneland von Bündnis 90/Die Grünen lehnt die Pläne der Landesregierung ab, weit über 100 Stellen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald zu streichen. Mit diesen Kürzungen gefährdet die Landesregierung die gedeihliche Existenz und Fortentwicklung der Universität.

Zudem ist die Art und Weise, wie hier Politik betrieben wird, unerträglich. Wenige Wochen nach Abschluss einer Sparrunde, an der die Universität trotz grö�ter Bedenken in konstruktiver Weise mitgearbeitet hat, noch eine weitaus grö�ere Streichliste anzukündigen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Beteiligten. Politik mit dieser Halbwertzeit fördert Verdrossenheit und führt zur berechtigten Verweigerung von Zusammenarbeit.

Natürlich kennen wir die knappen Finanzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Doch an den Hochschulen zu sparen ist der falsche Weg. Gerade hier haben wir die Chance, Zuwanderung in unser Land zu befördern, es attraktiver zu machen und Mittelstandsförderung zu betreiben. Dies gelingt aber nur, wenn wir gute Studienbedingungen schaffen und erhalten. Die Stellenkürzungen an der Universität bewirken das Gegenteil und sind keine gute Politik.

Mit den Universitäten sind direkt und vor allem indirekt zahlreiche Arbeitsplätze verbunden. â??Die seit Jahren steigenden Studentenzahlen zeigen die Attraktivität der Universität Greifswald. Diese positive Entwicklung für Stadt und Umland wird von SPD und PDS aufs Spiel gesetztâ?? meint der Sprecher des Kreisvorstandes, Stefan Fassbinder.

Bildung und Forschung sind neben dem Tourismus einer der wenigen Zukunftshoffnungen für Mecklenburg-Vorpommern. Es ist eine schlechte Landespolitik, diese Entwicklung zu unterbinden. Bündnis 90/Die Grünen fordern die beiden Regierungsparteien auf, eine weitsichtige Politik zu betreiben, die auf die Stärken des Landes setzt, anstelle alle 10 km einen neuen Hafen auszubauen.

Politik muss auch in schwierigen Zeiten den Bürgern ein Mindestma� an Verlässlichkeit gewähren. Planungen über längere Zeiträume sind nötig und möglich. Stefan Fassbinder verspricht, dass sich Bündnis 90/Die Grünen dafür einsetzen werden, dass Politik nicht nur im Wochenrhythmus Symptome kuriert, sondern langfristige Perspektiven entwickelt und zukunftsträchtige Strukturen aufbaut.

 

Stefan Fassbinder, Kreisvorstand (Tel.: 03834-831215 oder 830035 oder 2097)

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