09.12.2004

Bündnis 90/Die Grünen und Entkalker empört über Ablehnung der Skateranlage auf dem Nexöplatz

Fraktion wird Antrag auf Umsetzung des â??Stadteil- und Skate-Parks Nexö-Platzâ?? in der nächsten Sitzung der Bürgerschaft einbringen

Bündnis 90/Die Grünen und Entkalker sind fassungslos darüber, dass CDU und SPD die dringend notwendige Errichtung einer Skateranlage einfach von der Tagesordnung nehmen. Als ob sich damit die Probleme lösen lie�en.

Das nicht erst seit gestern bekannte Problem des wilden Skatens, welches in der Stadt erhebliche Schäden und somit Kosten verursacht, erfordert schnellstmöglich die Herrichtung einer Sportstätte für diese immer mehr im Trend liegende Sportart.

In einem über ein Jahr währenden Abwägungsprozess wurden die eingebrachten Vorschläge der Fachämter und der Bevölkerung zur Standortwahl diskutiert und ausgewertet. Fragen der Finanzierung, der Stadtplanung, des Denkmalschutzes, der bereitstehenden Flächen, der Akzeptanz durch die Jugendlichen und vor allem der Lärmbelästigung der Bevölkerung wurden intensiv geprüft.

Bei allen nach dem Ausschlussprinzip ausgeschiedenen Standorten verblieb der südliche Nexö-Platz. Hier war das einzige bedeutsame Problem die von der Anlage vermutlich ausgehende Lärmbelästigung. Die somit erforderlichen Schallschutzma�nahmen sind in den Planungen vorgesehen. Sie verringern die Lärmbelästigung so weit, dass sie weit unter der bereits heute dort von den umliegenden Stra�en und Reisebushaltestellen ausgehenden liegt.

Der geplante Stadtteil- und Skate-Park Nexö-Platz kann über Städtebaufördermittel verwirklicht werden. Als Nebeneffekt erfolgte eine Aufwertung des bisher vernachlässigten Gebiets durch eine attraktive Parkgestaltung. Und das ohne Kosten für Greifswald.

Aus diesen Gründen haben sowohl die Ortsteilvertretung Innenstadt als auch der Jugendhilfeausschuss und der Bauausschuss der Bürgerschaft den Planungen zugestimmt. â??Es mutet schon merkwürdig an, wenn die Spitzen der CDU und SPD trotz dieser eindeutigen Voten die Behandlung des Antrags in der Bürgerschaft verhindern. SchlieÃ?lich haben auch die Vertreter von CDU und SPD in diesen Gremien der Skateranlage zugestimmt.â??, wundert sich Lars Templin, der Vertreter von Grüne/ok im Jugendhilfeausschuss.

â??Offensichtlich gilt bei Teilen der Fraktionen von CDU und SPD: Wir sind natürlich alle für die Jugend â?? aber bitte nicht vor unserer Haustür.â??, befürchtet der Sprecher des Kreisvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen, Stefan Fassbinder.

Da Grüne/ok die Errichtung einer Skateranlage â?? auch, um die Schäden auf öffentlichen Plätzen zu verringern â?? für notwendig und den Nexö-Platz für geeignet halten, wird die Fraktion in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 13. Dezember folgende Beschlussvorlage einbringen: â??Die Bürgerschaft beschlieÃ?t, die Weiterführung der Planung und die Umsetzung des â??Stadtteil- und Skate-Park Nexö-Platzâ??.â??

â??Wir hoffen, dass sich in den anderen Fraktionen doch noch eine Mehrheit dafür findet, diese sinnvolle und kostengünstige Lösung im Sinne unserer Jugend zu verwirklichen.â?? appelliert der Fraktionsvorsitzende Ullrich Bittner an alle Mitglieder der Bürgerschaft.

 

Rückfragen: Stefan Fassbinder, Kreisvorstand (Tel.: 03834-830035 [ab 19.30 Uhr] oder 2097)

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