02.05.2006
Film „Die Wolke“ kommt ab Donnerstag nach Greifswald
Bündnis 90/Die Grünen begleiten Vorführungen mit Informationen
Der Kreisverband Greifswald-Peeneland von Bündnis 90/Die Grünen freut sich sehr, dass es dem Cinestar gelungen ist, den Film Die Wolke nach Greifswald zu holen. Der auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Gudrun Pausewang beruhende spannende Film zeigt, dass die Folgen der Atomkraftnutzung nicht beherrschbar sind. Dank der Unterstützung des Geschäftsführers des Cinestars Greifswald, René Römer, können wir die Filmvorführungen mit Informationen begleiten.
Am 26. April jährte sich zum 20. Mal die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Der Kreisverband Greifswald-Peeneland von Bündnis 90/Die Grünen nimmt das zum Anlass an die Gefahren der Atomkraft zu erinnern. Ein besonderer Hinweis gilt dabei den Risiken, die die aktuellen Entwicklungen in Lubmin für die Region bedeuten. Ein überdimensionaler Wegweiser wird die Kinobesucher darauf aufmerksam machen, dass die Gefahren der Atomkraftnutzung direkt vor unserer Haustür beginnen: Es gibt Pläne, Lubmin zum atomaren Endlager auszubauen. Neben dem unmittelbar damit entstehenden Gefahrenpotential könnte eine Atommülllager Lubmin die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region gefährden. Wer möchte schon neben einem Atomlager seinen Strandurlaub verbringen? fragt die umweltpolitische Sprecherin des Kreisvorstandes, Ulrike Berger.
20 Jahre nach Tschernobyl ist das Thema Atomkraft leider immer noch nicht vom Tisch. Neue Mythen kursieren: der Mythos einer Renaissance der Kernenergie und der Mythos von den sicheren Atomkraftwerken der dritten und vierten Generation. Solche Mythen sind gefährlich, sie verstellen den Blick auf die Wirklichkeit. Im Kinofoyer ausliegendes Informationsmaterial der Grünen Jugend klärt darüber auf, dass die Gefahren der Atomkraft nicht ab-, sondern zugenommen haben. Die Reaktoren sind um 20 Jahre gealtert, ihre Hüllen geschwächt. Und internationale Terroristen könnten in den Besitz radioaktiven Materials kommen au�erdem würde kein Kernkraftwerk den Einschlag eines gekaperten Passagierflugzeugs unbeschadet überstehen.
Wir hoffen, das möglichst viele junge Leser, die die Katastrophe von Tschernobyl nicht mehr miterlebt haben, den Film Die Wolke sehen können. Es muss ihnen bewusst werden, dass wir eine Welt ohne Atomkraft brauchen, und zwar ohne Wenn und Aber., so das Vorstandsmitglied Chris Labouvie.





