12.04.2004
Greifswalder Grüne hoffen auf Ostern ohne Käfigeier
Die Greifswalder Grünen appellieren an die Bürger, sich gegen die Käfigeier zu entscheiden und bewusst einzukaufen. Mit einem Informationsstand am Fischmarkt wollen wir am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr die Verbraucher über die Kennzeichnung der Eier informieren und Hilfestellung dazu geben, dass die Legebatterien der Vergangenheit angehören. Die Kunden haben es selbst in der Hand.
Im Oktober 2001 war es geschafft: Die Käfighaltung von Legehennen wurde mit der neuen Legehennenverordnung ab 2007 verboten. Der Meilenstein für den Tierschutz wurde im November 2003 auf eine harte Probe gestellt: Am 28. November beschloss der Bundesrat die Wiedereinführung der Käfighaltung durch die Hintertür. Die Agrarminister einiger Länder haben sich zum Handlanger der Geflügelindustrie machen lassen und mit vorgeschobenen und unseriösen Argumenten versucht, das Käfighaltungsverbot zu kippen. Die Geflügelindustrie hat mit der Mehrheit von CDU/CSU im Bundesrat willige Verbündete, die nichts lieber wollen als zur alten Agrarlobbypolitik und Massentierhaltung zurückzukehren.
Zwar wurde am 26. März von den Agrarministern aus Bund und Ländern beschlossen, dass der ausgestaltete Käfig keine verhaltensgerechte Unterbringung von Legehennen ist. Trotzdem ist die Gefahr noch nicht gebannt, dass der Zug weg von den Käfighühnern gestoppt wird.
Wir appellieren an die Verbraucher: Lassen Sie sich nichts vormachen. Stehen Sie für das Ende der Käfighaltung in Deutschland ein und machen Sie Politik mit dem Einkaufskorb: Kaufen Sie kein Ei, dessen Stempel mit der Zahl Drei beginnt. Seit dem 1. Januar 2004 kann jeder leicht und sicher wählen. Jedes Ei und jede Verpackung sind EU weit einheitlich gekennzeichnet und verraten eindeutig die Haltungsform und Herkunft. Eine 0 steht für Bioeier, eine 1 für Freilandhaltung, eine 2 für Bodenhaltung und eine 3 für Käfighaltung.
â??Wir appellieren an alle Verbraucher, mit dem Einkaufszettel abzustimmen, und so die tierverachtenden und umweltschädlichen Plänen der GroÃ?agrarindustrie und ihrer Helfer in CDU und FDP nicht Wirklichkeit werden zu lassen.â??, so der Sprecher des Kreisvorstandes, Stefan Fassbinder. â??Deswegen: Keine Ei mit der Drei!â??





