21.04.2007
Keine Schulschließungen in Weitenhagen und Zirchow
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Greifswald-Peeneland fordern Umkehr der Landespolitik
"Es kann nicht so weitergehen" fordert Stefan Fassbinder, Sprecher der Kreisvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Greifswald-Peeneland "Eine Schule nach der anderen wird geschlossen. Nun sollen auch in Zirchow und Weitenhagen die Lichter ausgehen. Dazu darf es nicht kommen."
Auf sinkende Schülerzahlen darf nicht nur mit Schulschließungen reagiert werden. Ansonsten entstehen insbesondere in ländlichen Gegenden nach und nach unzumutbar lange Schulwege. Lange Busfahrten sind sowohl für Schüler und Familien eine große Belastung als auch aus Gründen des Klimaschutzes abzulehnen. Es macht keinen Sinn, die Kinder immer weiter durch das Land zu fahren.
Zudem erfüllt eine Schule in einem Ort eine wichtige soziale und kulturelle Funktion. In vielen Gegenden ist sie die einzige übrig gebliebene Einrichtung, die diese Bedürfnisse befriedigen kann. Es ist auch unbestritten, dass es sinnvoll ist, die Kinder in ihrem Umfeld zur Schule gehen zu lassen. Die positiven Wechselwirkungen zwischen Schule und Gemeinde, die für beide Seiten sehr fruchtbar sein können, sollten nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
In Zeiten sinkender Schülerzahlen muss mit Kreativität und Mut zu neuen Wegen eine Lösung gesucht werden. Auch Themen wie jahrgangsübergreifender Unterricht dürfen kein Tabu sein. Für die Zukunft unserer Kinder, für das Leben in einer Gemeinde und für ein familienfreundliches Wohnumfeld muss eben Geld in die Hand genommen werden. Die SPD hat gerade ein Grundsatzpapier Familienfreundliches Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet. In Zirchow und Weitenhagen kann sie zeigen, dass es nicht nur leere Worte sind.
"Wir versichern den betroffenen Eltern und Gemeinden unsere Solidarität. Sie sollen sich nicht beschwichtigen lassen, sondern laut ihren Unmut kund tun." ermutigt Stefan Fassbinder die Bürger zum Protest.





