21.04.2007
Kohlekraftwerk und Atommülllager in Lubmin
Eine Region verspielt ihre Zukunft
"Eine Kohlekraftwerk, ein Atommülllager - und das im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern" Stefan Fassbinder, Sprecher des Kreisvorstandes von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN Greifswald-Peeneland kann so viel Unverstand gar nicht fassen. Die Landesregierung preist die saubere Luft, die unverbauten Küsten, die weiten Landschaften als das grö�te wirtschaftliche Potential unseres Landes an. Und dann wirkt die SPD-CDU-Regierung an der Zerstörung genau dieser Vorzüge Mecklenburg-Vorpommerns mit.
Und sie hat in unserer Region erstaunlich viele Helfer. "Merken wir denn nicht, dass wir den Ast zerstören, auf dem wir sitzen? Wer will Urlaub machen im Schatten eines 150 m hohen Kohlekraftwerkes oder im Anblick von Schiffen voller australischer Kohle, die durch den Bodden schippern? Das Kohlekraftwerk von DONG bei Kopenhagen liegt in einem Industrierevier, nicht in einem Tourismusgebiet! Und wer will sich in der Nähe hochradioaktiven Atommülls an den Strand legen oder eine Ferienwohnung erwerben?" fragt sich die bündnisgrüne Landessprecherin Ulrike Berger aus Greifswald.
"Die Tourismusverbände und Bürgermeister der Usedomer Gemeinden müssen sich viel deutlicher zu Wort melden." fordert Christa Labouvie, Mitglied des Landesvorstandes von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN aus Karlshagen. "Wegducken hilft nicht. Weder ein Kohlekraftwerk noch ein Atommülllager bleiben verborgen. Wenn die Gäste erst ausbleiben, wird der Katzenjammer gro� sein."
"Der Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin wäre ein gro�er Fehler. Der Bau eines Steinkohlekraftwerk ist keine zukunftsfähige Energiepolitik. Die Zukunft gehört weltweit den erneuerbaren Energien. Hier sind die Arbeitsplätze von morgen, wie gerade Nordex in Rostock beweist. Energiegewinnung aus Kohle trägt direkt zur Klimakatastrophe bei. Das geplante Kraftwerk in Lubmin wird jährlich 7 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgeben. Bisher werden in Mecklenburg-Vorpommern 13 Millionen Tonnen produziert" erläutert der klimapolitische Sprecher des Kreisvorstandes, Ralf Döring.
B�NDNIS 90/DIE GR�NEN Greifswald-Peeneland rufen die Bürger zwischen Greifswald und Usedom, alle Kommunalpolitiker und die Landespolitiker aus unserer Region auf, sich gegen diese verhängnisvolle Entwicklung zu stellen.





