30.06.2006
Kombiticket, Taktfahrplan sowie Anbindung des neuen Campus und der Kliniken
Bündnis 90/Die Grünen machen Vorschläge für den städtischen Busverkehr
Der Nahverkehrsplan der Hansestadt Greifswald wird fortgeschrieben. Das ist der richtige Zeitpunkt, um �nderungen vorzunehmen. Bündnis 90/Die Grünen Greifswald sind sehr daran interessiert, dass der städtische Nahverkehr attraktiver wird, aber bezahlbar bleibt. Er muss auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren, muss sich stets aufs Neue den gewandelten Situationen stellen.
Im Einzelnen schlagen wir vor:
1. Kombitickets
Da es in Greifswald in Zukunft immer häufiger stark besuchte Veranstaltungen geben wird, ist zu überlegen, ob man nicht häufiger ein Kombiticket (Eintritt + Fahrt mit dem Stadtbus) einführt. Zu denken ist beispielshalber an die Ostseefestspiele mit täglicher Vorstellung auf dem Gelände am Museumshafen, Nordischer Klang, Eldenaer Jazz-Evenings (sogar die Gro�leinwand zur WM auf dem Markt) und ähnliche Ereignisse.
2. Integrierter Taktfahrplan
Engere Kooperation mit dem regionalen Schienenverkehr und den Bussen in den benachbarten Landkreisen zu besseren Abstimmung der Fahrpläne mit dem Ziel eines Integrierten Taktfahrplanes.
Einer muss den Anfang machen, sonst wird aus einer vernünftigen regionalen Verkehrsplanung nie etwas - vor allem in Hinsicht auf die Kreisgebietsreform. Pro Bahn hat sich schon Gedanken zu einem Integrierten Taktfahrplan gemacht (Informationen unter: www.mv-takt.de)
3. In Zusammenhang mit dem Integrierten Taktfahrplan: Verbundfahrschein
Anderswo längst Gang und Gäbe, hier lediglich mit drei Prozent am Umsatz beteiligt: der Verbundfahrschein. Auch hier gilt: Einer muss den Anfang machen! Es ist ziemlich widersinnig, wenn es im "gemeinsamen Oberzentrum" Stralsund und Greifswald und in deren Umland zig verschiedene Tickets gibt.
4. Fahrplan und Liniennetz sind Werbemittel
Fahrplan und Liniennetz sollten nicht gegen Gebühr abgegeben werden, sondern sind, wie Plakat- und Anzeigenwerbung, Werbemittel, die umsonst und in grö�tmöglicher Streuung vor allem an die potentiell Busfahrenden heranzutragen sind.
5. Anbindung neuer Campus/Klinikum
Es ist nicht ganz klar, was in den Linienplanern vorgeht, wenn sie den Punkt mit der grö�ten Anhäufung von potentiellen Fahrgästen einfach nicht anfahren: Neuer Campus mit seinen insgesamt 10.000 Studierenden (dort befindet sich jetzt bereits die Universitätsbibliothek, in absehbarer Zukunft auch eine Mensa!) und den Kliniken, die natürlich aufgrund ihrer speziellen Klientel einen direkten Anschluss an das Liniennetz brauchen.
Bündnis 90/Die Grünen fordern diesen Anschluss schon seit Jahren - bis jetzt hat noch niemand schlüssig erklären können, warum es ihn nicht gibt!
Die Karte mit den Haltestelleneinzugsbereichen (Radius 300m) zeigt, dass gerade das Klinikgelände konsequent ausgeschlossen wird - es ist der einzige "wei�e Fleck" in der ganzen Umgebung! Was soll das? Zu erwägen ist auch eine Pendelverbindung Neuer Campus - Innenstadt in Hinsicht auf den Umbau der (alten) Kliniken an der Löfflerstra�e zum geisteswissenschaftlichen Zentrum.





