22.03.2007
Konzept des Bürgerservice noch nicht ganz klar
B�NDNIS 90/DIE GR�NEN Greifswald haben noch einige Fragen zum Bürgerservice, der bald in der Universitäts- und Hansestadt eingeführt werden soll.
"Leider ist das Konzept für den Bürgerservice ja immer noch nicht bekannt gegeben", mahnt der Vorsitzende des Kreisverbandes Greifswald-Peeneland, Stefan Fassbinder, an. "Wir fragen uns, wie man mit fünf Beschäftigten einen Service an sieben Wochentagen und 24 Stunden am Tag aufrechterhalten will!"
Zudem könnte die Einführung eines solchen Bürgerservice das Engagement der Bürger für ihre Stadt einschränken. Auch müsste das Konzept die Frage beantworten, inwiefern die Tätigkeit beim Bürgerservice die Beschäftigten für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert - ist dies doch die grundlegende Aufgabe jeder Arbeitsbeschaffungsma�nahme. Schlie�lich muss das Konzept noch die Frage nach dem ordnungspolitischen Moment klären, denn der +Bürgerservice+ soll ja nicht nur Touristen den Weg zum Landesmuseum zeigen, sondern auch auf Vandalismus achten.
Welche Befugnisse und Kompetenzen haben die Beschäftigten? Ist es sinnvoll, uniformierte Personen mit Jedermannsrechten auf Streife zu schicken? Schlie�lich: Führt die Einführung eines Bürgerservice nicht dazu, dass die jetzt schon magere Polizeipräsenz noch weiter eingeschränkt wird?
Der Vorsitzende der Fraktion Grüne/ok in der Greifswalder Bürgerschaft, Dr. Ullrich Bittner sorgt sich um die Beschäftigten: "Sind die Mitarbeiter des Bürgerservice auf eine Ordnungstätigkeit überhaupt eingestellt und dafür ausgebildet?" Alle diese Fragen könnten durch das Konzept beantwortet, die Besorgnisse aufgelöst werden.
Da der Bürgerservice beschlossene Sache zu sein scheint: Warum wird das sicherlich vorliegende Konzept nicht zumindest der Bürgerschaft zugänglich gemacht? Solange dies nicht geschieht, wird der Eindruck erweckt, dass der Bürgerservice nur das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen soll.





