08.06.2006

Ostvorpommern bleibt ohne Gentechnik auf den Ã?ckern!

Bündnis 90/Die Grünen legen gentechnikfreie Maisfelder in Anklam, Züssow und Peenemünde an

Gentech-Mais, Gentech-Kartoffeln, Gentech-Raps: In Mecklenburg-Vorpommern geht es voran! Doch leider in die falsche Richtung. Die Landesregierung fördert gegen den Wunsch der meisten Verbraucher den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Folgen: Risiken für die Artenvielfalt, die Umwelt und vor allem die gentechnikfreie Landwirtschaft, Verlust an Arbeitsplätzen, Abhängigkeit von Gro�konzernen.

Die Bündnisgrünen in Ostvorpommern argumentieren nicht nur gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, sondern handeln auch: Michael Woitacha und Chris Labouvie, Direktkandidaten zur Landtagswahl für Bündnis 90/Die Grünen in Ostvorpommern schritten zur Tat: Nach einer ersten Aktion in Stolpe auf Usedom haben sie nun noch drei weitere Maisfelder angelegt garantiert gentechnisch unverändert: in Anklam, in Züssow und in Peenemünde ist die Saat schon aufgegangen.

Jedes dieser Maisfelder bildet nun quasi den Kern einer gentechnikfreien Zonen, denn nach dem Gentechnik-Gesetz gelten strenge Schutzregeln für den gentechnikfreien Anbau. Leider wollen mehrere Bundesländer, unter ihnen auch Mecklenburg-Vorpommern, das Gentechnik-Gesetz aufweichen. Dies gilt es zu verhindern, denn mit Freilandversuchen mit Agrogentechnik ist nicht zu spa�en ist.

Mahnendes Beispiel ist Kanada, wo seit zehn Jahren genmanipulierter Raps angebaut wird. Die Pflanzen vermehren sich selbstständig und wuchern wie Unkraut, weil sie gegen Pflanzenschutzmittel resistent gemacht wurden. Es ist längst unmöglich, eine Trennlinie zwischen "konventionellem" Raps und dem Gentech-Raps zu ziehen. So scheren sich zum Beispiel Bienen wenig um Schutzabstände. Nach entsprechenden Bewertungen von �kotest will in Deutschland niemand mehr den einst so beliebten kanadischen Blütenhonig haben. Sogar die Firma Langnese, nicht gerade bekannt für den Absatz von Biohonig, verzichtet jetzt für ihren gemischten "Imker-Honig" auf Honig aus Kanada. Wir sind der �berzeugung, dass die Förderung der Gentechnik durch die Landesregierung in die Sackgasse führt, für die Umwelt, für die Verbraucher und vor allem für die Landwirtschaft., so der Sprecher des Kreisverbandes, Stefan Fassbinder.

Hier findet Ihr uns:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Postfach 3127, 17461 Greifswald
regionalbuero(at)gruene-greifswald.de

Grüner Laden:
Kreisverband
 Vorpommern-Greifswald
Kreistagsfraktion

Grüne Jugend
Steinbeckerstraße 20
17489 Greifswald
03834-892226

Grünes Büro:
Wahlkreisbüro Ulrike Berger MdL
Bürgerschaftsfraktion Greifswald
Steinbeckerstraße 33/34
17489 Greifswald
03834-8549122
fraktion(at)gruene-greifswald.de