24.08.2006

Protest gegen Abriss des Trafohauses

Fraktion Grüne/OK erstaunt und bestürzt über Aktionismus der Stadtwerke

Eine wichtige Voraussetzung für die Festigung der überregionalen Bedeutung Greifswalds als "heimliche Kultur- und Literaturhauptstadt des Landes" ist durch die stadteigene Stadtwerke-Gesellschaft zerstört: Der Abriss des Trafohauses in der Wachsmannstra�e vernichtet eine der wichtigen Voraussetzung für die Ansiedlung einer Bibliothek mit überregionaler Bedeutung. Hier sollte die "Bibliothek der verbrannten Bücher" angesiedelt werden.

"Welchen Sinn hat der Abriss des Trafohauses gerade jetzt?" fragt das bündnisgrüne Mitglied des Kulturausschusses, Dr. Ulrich Rose. Der Ausschuss tagt am 29. August zu diesem Thema! "Welche Interessen stecken dahinter? Warum hat der Oberbürgermeister nichts dagegen unternommen?" Viele ungeklärte Fragen warten auf Antwort an die bürgerschaftlichen Gremien, die wieder einmal, wie häufiger in letzter Zeit, vor vollendete Tatsachen gestellt werden. "Ein Abriss geschieht nicht von heute auf morgen und wird selten in aller Heimlichkeit vorbereitet", betont das bündnisgrüne Ausschussmitglied. Insofern hätte es trotz Sommerpause nicht dazu kommen müssen. "Für die Fleischervorstadt wäre der Standort ideal gewesen: Neben dem Fallada- und dem Koeppenhaus ein weiteres Zentrum für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts - bessere Entwicklungsvoraussetzungen wird es nie mehr geben!", so Ulrich Rose.

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