28.01.2007

Steinkohlekraftwerk in Lubmin zum Schaden der Region

B�NDNIS 90/DIE GR�NEN warnen vor verhängnisvollen Folgen

Der Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin wäre ein gro�er Fehler. Ein Steinkohlekraftwerk ist ein Schritt in die energiepolitische Steinzeit. Die Zukunft gehört weltweit den erneuerbaren Energien. Energiegewinnung aus Kohle trägt direkt zur Klimakatastrophe bei. Das geplante Kraftwerk in Lubmin wird jährlich 7 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgeben. Saubere Steinkohlekraftwerk sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht, eine Nachrüstung der Lubminer Anlage unwirtschaftlich. Mit der Errichtung derartiger CO2-Schleudern sind die selbstgesetzten Klimaschutzziele nicht zu erreichen. Anstatt in klimaschonende Technologien zu investieren verschleudert die SPD-CDU-Regierung in Schwerin Fördergelder für Auslaufmodelle und betreibt eine völlig unglaubwürdige Politik.

"Wir müssen endlich aufstehen und uns gegen den Irrsinn, der in Lubmin getrieben wird, zur Wehr setzen." ruft Stefan Fassbinder, Sprecher des Kreisverbandes Greifswald-Peeneland von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN, alle Bürger auf. "125 Arbeitsplätze sollen im Steinkohlekraftwerk entstehen. Und wie viele gehen dadurch im Tourismus verloren? In Peenemünde wird ein gro�er Ferienkomplex geplant. Direkt in der Abluft des Kohlekraftwerks?"

Auf der "Grünen Woche" in Berlin priesen Till Backhaus (SPD) und Ministerpräsident Harald Ringsdorf die �ko-Produkte und das gesunde Leben in Mecklenburg-Vorpommern. Hier könnten sich die Touristen wohlfühlen. Auf der Bootsmesse in Düsseldorf lobte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) die gesunde Luft in unserem Land. Wie passt dazu ein Steinkohlekraft am Greifswalder Bodden? So sieht keine zukunftsorientierte Politik aus.

"Die Tourismusverbände müssen sich endlich deutlich zu Wort melden." fordert Christa Labouvie, Mitglied des Landesvorstandes von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN aus Karlshagen. "Die Vogel-Strau�-Taktik unterschätzt gewaltig die Touristen. Ein Kohlekraftwerk lässt sich doch nicht verstecken. Wenn die Gäste erst ausbleiben, wird der Katzenjammer gro� sein." Sie fordert alle auf sich der von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN Ostvorpommern, SPD 60+ und der BI Lubminer Heide ins Leben gerufenen Initiative anzuschlie�en und deren Unterschriftenaktion zu unterstützen, damit unsere Region nicht ihre Zukunft verspielt.

"Atommülllager und Kohlekraftwerk; wollen denn die Energiewerke Nord im unheilvollen Zusammenspiel mit der CDU-SPD-Landesregierung und einigen Lokalpolitikern die Region ganz ihrer wirtschaftlichen Zukunft berauben?" fragt sich die grüne Landessprecherin Ulrike Berger aus Greifswald. "Und auch die Fischer sollten sich wehren. Wer will schon Fisch aus Gewässern kaufen, an dessen Ufer sich ein Steinkohlekraftwerk befindet?"

Noch ist es nicht zu spät, die Zukunft der Region zu bewahren. Deutschland muss auf die risikofreien nachwachsenden Rohstoffe und Erneuerbare Energien sowie Energieeinsparung setzen. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt aus und schafft ebenso Arbeitsplätze. Allein im Bereich der Erneuerbaren Energien arbeiten bereits heute etwa 130.000 Menschen, mehr als in den Bereichen Kohle und Atomenergie zusammen. Bis 2020 können es nach Berechnungen des Umweltministeriums bis zu 400.000 Beschäftigte sein, wenn die Erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden.

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