04.07.2006

VCD und GRÃ?NE: Verschlechterungen im Bahnverkehr nicht hinnehmbar

Heringsdorf/Greifswald. Die Regionalgruppe Insel Usedom des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und der Kreisverband Greifswald-Peeneland von BÃ?NDNIS 90/DIE GRÃ?NEN kritisieren die mit dem Fahrplanwechsel am 28. Mai eingetretene Verschlechterung des Bahnangebotes zwischen der Insel Usedom und dem Oberzentrum Greifswald.

Ursache dafür ist die Inbetriebnahme des neuen Berliner Hauptbahnhofes, die bundesweit massive Fahrplanänderungen nach sich zog. So besteht in Züssow seither eine um über 30 Minuten längere �bergangszeit von der Usedomer Bäderbahn (UBB) auf die Regionalzüge der Deutschen Bahn in Richtung Stralsund.

Dass solch negativen Auswirkungen gerade im Nahverkehr zu verzeichnen sind, bringt Dietmar Pühler vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die Palme. Es kann doch nicht sein, dass die Greifswalder länger unterwegs sind, um an den Heringsdorfer Strand zu gelangen als zur Fanmeile am Brandenburger Tor.

Laut VCD hat sich die Fahrzeit bei den Umsteigeverbindungen zwischen Heringsdorf und Greifswald durch die lange Wartezeit in Züssow um 37 Minuten auf 2:29 Stunden verschlechtert. In die Gegenrichtung sieht es nur geringfügig besser aus, hier dauert die Fahrt 2:20 Stunden. Zum Vergleich: Für die Strecke Greifswald - Berlin-Hbf. benötigt der IC gerade einmal 2:24 Stunden.

Die regelmä�igen Bahnbenutzer bleiben auf der Strecke, befürchtet Pühler, der auch Vorstandsmitglied des VCD-Landesverbandes Nordost ist. Er vermutet, dass künftig fast ausschlie�lich die zweistündlich verkehrende Direktverbindung der UBB mit einer Fahrzeit von 1:53 Stunden (bzw. 1:47 Stunden in Gegenrichtung) nach Greifswald genutzt wird.

Für Stefan Fassbinder vom Kreisverband Greifswald-Peeneland von B�NDNIS 90/DIE GR�NEN bedeutet die Verschlechterung faktisch eine Halbierung des Angebotes. Statt wie bisher im Stundentakt ist Greifswald nur noch zweistündlich von Usedom aus erreichbar. Das kann und darf nicht sein. Hier besteht dringend Handlungsbedarf für Berufspendler und viele ältere Menschen, die etwa für Arztbesuche auf die Bahn angewiesen sind, so der GR�NEN-Kreisvorstandssprecher Fassbinder. Auch Tagesausflügler aus der Universitätsstadt, die an den Usedomer Strand wollen, werden so eher mit dem Auto auf die Insel fahren, befürchtet Fassbinder.

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