13.04.2006

Verdoppelung der Gebühren für die Wiecker Brücke ist nicht zumutbar

B�NDNIS 90/DIE GR�NEN schlagen neue Gebührenordnung vor

Die Greifswalder Stadtverwaltung schlägt als Teil des Haushaltssicherungskonzept eine Verdoppelung der Gebühren für die Nutzung der Wiecker Brücke vor. Dies ist den Anwohnern nicht zumutbar. B�NDNIS 90/DIE GR�NEN schlagen vor, die Gebührenordnung gerechter zu gestalten. Und ein Beitrag zur Sicherung des städtischen Haushalts spränge auch noch dabei heraus:

1. Staffelung der Gebühren in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Nutzung

2. Rabatte für Schul- und Kindergartenkinder

3. Einbeziehung der Schiffe in die Gebührenordnung

Eine Gebührensteigerung um 100% ist nicht nur ma�los, sie kann den Einwohnern von Wieck und Ladebow auch nicht zugemutet werden. In den beiden Ortsteilen gibt es keine Geschäfte, keine �rzte, keine Schule, keinen Kindergarten mehr. Eine Nutzung der Brücke ist für die Bewohner somit unvermeidbar.

Eine Staffelung der Gebühren nach Häufigkeit der Nutzung würde dazu anregen, nur wirklich notwendige Fahrten über die Brücke zu unternehmen. Das entlastete die Brücke und zudem die zahlreichen älteren Einwohner der beiden Ortsteile, die die Brücke nur selten queren.

Die nächstgelegenen Kindergärten und Grundschulen sind nach Schlie�ung der Einrichtungen in Eldena so weit entfernt, dass zumindest im Winter die kleineren Kinder weder zu Fu�, noch mit dem Fahrrad dorthin gelangen können. Eltern müssen also die Brücke benutzen. Deswegen ist das Ganze aber nur sinnvoll, wenn es für Kinder, die Schule oder Kindergarten besuchen, Rabatte gibt. Damit nicht am Ende diejenigen wieder die Zeche zahlen müssen, die sowieso schon am meisten belastet sind.

Darüber hinaus ist es nicht einzusehen, warum nur diejenigen bezahlen müssen, die die Brücke mit dem Auto überqueren und nicht auch diejenigen, die durch die hochgezogene Brücke mit dem Schiff hindurchfahren. Schlie�lich ist bekannt, dass die Brückenzüge für das Denkmal nicht weniger belastend sind als die Autos. �ber eine ma�volle Erhöhung der Gebühren für den Stadthafen könnte man die Schiffsführer an den Kosten beteiligen.

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