18.05.2004

Aktion am Sonnabend, 22. Mai: â??Wir bringen unseren Müll zum Zwischenlager nach Lubminâ??

Bündnis 90/Die Grünen und lokale Umweltverbände wenden sich gegen eine Zwischenlagerung von Atommüll aus Atommeilern der alten Bundesländer

Gemeinsam rufen Bündnis 90/Die Grünen, die Bürgerinitiativen Kernenergie Greifswald und Lubminer Heide, Robin Wood, der NABU (Naturschutzbund Kreisverband Greifswald), der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), sowie Greenpeace und die Grüne Hochschulgruppe Greifswald am Samstag, dem 22. Mai 2004 alle Bürger auf, rings um das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Lubmin Müll zu sammeln und diesen zur Zwischenlagerung am Gelände der Energiewerke Nord abzuliefern.

Wir starten mit einer Kundgebung auf dem Greifswalder Marktplatz um 10 Uhr. Danach fahren wir mit dem Fahrrad nach Lubmin um in den Wälder um das Zwischenlager Müll zu sammeln. �bergabe des Mülls und des im Namen aller Organisatoren verfasste offenen Briefes findet gegen 16 Uhr am Zwischenlager Nord statt.

Mit dem Versprechen, ausschlie�lich Atommüll aus Lubmin und Rheinsberg im Zwischenlager Nord bei Lubmin zu lagert, wurden die gegen das Zwischenlager Widerstand leistenden Bürgerbewegungen Mitte der 90er Jahre beschwichtigt. Dennoch dürfen gegenwärtig rund drei Prozent des gesamten Atommülls auch aus anderen Atomkraftwerken stammen, jedoch nur für die Zeit von einem Jahr vor und nach der Konditionierung hier gelagert werden. Die EWN (Energiewerke Nord) betreiben nun - mit dem Argument neue Arbeitsplätze zu schaffen - eine Verlängerung dieser Frist auf insgesamt zehn Jahre.

â??Eine Region die nicht zuletzt vom Tourismus lebt, sollte es sich nicht leisten, fortwährend im Zusammenhang mit dem atomaren Zwischenlager in die Schlagzeilen zu geraten. Werden nicht gerade dadurch zahlreiche Arbeitsplätze in der Küstenregion erst gefährdet?â?? befürchtet der grüne Spitzenkandidat für den Kreistag, Martin Lenk. Tatsächlich können auch die Urlaubsinsel Rügen und Usedom in Mitleidenschaft gezogen werden. â??Ganz offensichtlich wird hier versucht, mittels Salamitaktik das Hintertürchen für die Zwischenlagerung von Müll aus Westmeilern immer weiter zu öffnenâ??, so der Kandidat für den Kreistag, Til Dieterich.

 

Rückfragen: Til Dieterich, Kreisvorstand (Tel.: 03834-864192 oder 509752)

Martin Lenk, Kreistagskandidat (Tel.: 03834-864191 oder 509751)